Vom Angsthund bis zum Leinenpöbler - Tierschutzhunde sicher durch den Alltag führen

mit Oliver Fasse und Bianca Schaarschmidt

 

Viele Halterinnen und Halter sehen sich nicht selten direkt nach Aufnahme eines Tierschutzhundes mit allen möglichen Problemen konfrontiert: sei es, weil der Hund Autos jagt, keine Treppen laufen möchte, schnell mit Aggressionsverhalten auf andere Menschen oder Hunde reagiert oder weil er sich nicht traut, an einer vielbefahrenen Straße zu laufen. Das Verhalten von Hunden mit bereits gemachten Lernerfahrungen und womöglich ungünstigen Vorprägungen für unser vergleichsweise reizüberflutetes Leben kann ganz verschiedene Ausprägungen annehmen. 

 

Gerade Hunde aus dem Auslandstierschutz bringen häufig gewisse Vorprägungen mit sich, da die Elterntiere (und auch Großeltern, Ur-Großeltern, ...) oftmals in reizärmeren Umgebungen leben oder gelebt haben und darauf angepasst sind. Diese Stresstoleranz wird an die Nachkommen weitergegeben, die entsprechend schnell bei einem Leben, z. B. in der Stadt, überfordert sein können. Woanders sichert Ihnen diese Sensibilität das Überleben, bei einem Leben, wie wir es von unseren Hunden erwarten, bedeutet es häufig eher Stress für die Besitzer.

 

Wie aber Abhilfe schaffen? Genauso wie wir Menschen haben diese Hunde durch Erfahrungen bereits diverse Erwartungen an ihre Umwelt. Hier gilt es zu schauen, was der Hund gelernt oder auch nicht gelernt hat, was seine Bedürfnisse sind und wie man ihm helfen kann, Blockaden und Erwartungen zu überwinden bzw. zu überdenken. Neue Lernerfahrungen schaffen neue Erwartungen, die gerade bei diesen Hunden enorm wichtig sind. Wenn dabei noch ein stabiler Mensch an dessen Seite steht, der seinen Tierschutzhund wohlwollend und liebevoll, aber mit Plan durch seinen Alltag leiten kann, ist es möglich, ihm Sicherheit zu vermitteln und das Tor für Verhaltensänderungen zu öffnen.

 

Über die Dozenten

Oliver Fasse, geboren 1985, ist gelernter Tierpfleger im Bereich Tierheim und Tierpension und arbeitet seit 2015 als Leiter des Tierheim Oelzschau. Das Tierheim Oelzschau betreibt schon seit fast zwei Jahrzehnten aktiven Auslandstierschutz und vermittelt erfolgreich zahlreiche rumänische Hunde, die von der Tierhilfe Hoffnung e. V. aus dem Tierheim Smeura nach Deutschland gebracht werden. Darüber hinaus kümmert sich und vermittelt das Tierheim auch Abgabe- und ausgesetzte Hunde. Neben der Organisation des Tierheimalltags und Verwaltung kümmert er sich um die Vermittlung der Hunde im Tierheim. Er führt sowohl Interessenten- als auch Abgabegespräche und hat sich über die Jahre einen großen Erfahrungsschatz in Bezug auf Tierschutzhunde und deren Vermittlung angeeignet. Jeden Tag leistet er Aufklärungsarbeit, damit Menschen genau wissen, worauf sie sich einstellen müssen, wenn sie einen Hund aus dem Tierheim aufnehmen möchten.

 

Bianca leitete drei Jahre erfolgreich ihre eigene Hundeschule „Hundsbagaasch“ in Leipzig, arbeitete von Januar bis März 2020 bei Muppenlux, Luxemburgs größtem Hundezentrum, und ist seit April Inhaberin von HundeBunt, Gassiservice und Haltercoaching für Hunde, und dem zugehörigen Hundezubehörladen HundeBunt Shop in Trier. Darüber hinaus ist sie zertifizierte Hundetrainerin der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Mehr über Bianca erfährst du hier.

Wochenendseminar

09. + 10.10.2021

Samstag 

10 bis ca. 17 Uhr inkl. Pause

Sonntag

10 bis ca. 17 Uhr inkl. Pause

in Oelzschau

(bei Leipzig, Tierheim Oelzschau, Straße der Freundschaft 62, 04571 Rötha)

Pro Mensch-Hund-Team aktive Teilnahme

 

Zuschauerplatz

 

280,- Euro

160,- Euro


Maximale Teilnehmeranzahl: 10 Mensch-Hund Teams aktive Teilnahme, Zuschauerplätze unbegrenzt.

Buchungsformular

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.